Pressemitteilung der Hohenloher Zeitung vom 17. Februar 2009

 

Am 28. Januar 2009 konnte in Nagaland, 50 km nördlich der Hauptstadt Imphal (Manipur/Indien) ein "Vocational Center" (Volksbildungsschule) durch den katholischen Ortsgeistlichen Pater John, der gleichzeitig Direktor der seit etwa 30 Jahren bestehenden "Don-Bosco-High-School" ist, feierlich eingeweiht werden. Die Stadt hat etwa 30 000 Einwohner, bekommt aber jährlich Zuzug von vor allem jungen Menschen aus den umliegenden Dörfern in den Bergen, die in der Stadt ein besseres Leben führen wollen.

 

 

Die Idee für diese "Erwachsenenbildungsschule" geht auf Dr. med. Gerhard Ott aus Künzelsau zurück, der es auf sich nahm vor drei Jahren in das grenznahe Land zu Myanmar zu reisen im äußersten Osten Indiens, in dem noch nie ein Europäer war. Grund- und Hauptschüler sollen hier nach abgebrochener Schulausbildung eine zweite Chance im Leben erhalten mit Schulabschluss und eventuellem Übergang zum Gymnasium, Erwachsene sollen die Fertigkeiten erlernen, die ihnen helfen, sich in die moderne Gesellschaft zu integrieren.

 

 

Bei der feierlichen Einweihung durch Pater John waren über 1.000 Gäste gekommen sowie Vertreter der Provinzregierung. Ein Wasserbüffel und ein Schwein mussten für das Festessen ihr Leben lassen. Ein Gedenkstein am Eingang der Schule erinnert an die Hilfe von Dr. Gerhard Ott aus Künzelsau.

                                                                                                    

 

 

Pressetext vom 16.02.2008

Auch Straßenkinder und Behinderte dürsten nach Zuwendung!
Dr. Gerhard Ott von der Cooperation International in Denpasar, der Hauptstadt Balis

Nach drei Monaten in Indien und 2 Monaten in Nepal im vergangengem Jahr hat Herr Dr. Ott eigentlich geplant, den Rest des Winters in seinem alten Domizil auf Bali zu verbringen. Doch trotz seines Alters, er tritt demnächst ins 70. Lebensjahr ein, kann er nicht untätig sein. Es geht jetzt eher darum, die Lebenskerze an beiden Enden anzuzünden, wie er sagt und sich als nützliches Glied der English Congregation der Legian Church in Kuta auf Bali zu beweisen. Hier hat er seit über 10 Jahren seine kirchliche und spirituelle Heimat. Er hat spontan zugesagt als ihm angeboten wurde, an einem Straßenkinderprojekt und der Betreuung Behinderter teilzunehmen.

Vor eingien Monaten haben Frauen aus der Gemeinde, viele sind Christen der 1. Generation, ein soziales Projekt ausgewählt, das die protestantische Kirche, die kein Kirchensteueraufkommen kennt und außer Pfarrern und Kindergärtnerninnen sich weder Psychologen noch Sozial- oder Streetworker leisten kann, diese Randgruppe ausgesucht. Diese Tätigkeit findet ohne kirchliche Amtsträger statt, was auch besser ist, weil dann nur diskutiert würde. An Weihnachten und jetzt am Valentinstag sollte den Kindern eine besondere Freude bereitet werden.

Es handelt sich ausschließlich um sozial engangierte junge Frauen, die zur Geldbeschaffung nützliche Dinge gebastelt haben, die dann verkauft wurden. Sie haben, wie fast alle Indonesier, ein großes Einfühlungsvermögen und eine mitreissende Opferbereitschaft, betreuen und besuchen Behinderte und Waisen mindestens einmal pro Woche. Ihr Christsein beschränkt sich nicht wie bei uns oft in stundenlangen Reden, sondern sie wollen ganz konkret praktisch etwas tun, um diesen benachteiligten Kindern, die oft auch noch wechselnde Bezugsperonen haben, mindestens einmal pro Woche Zuwendung zu schenken und das Gefühl vermitteln anerkannt und erwünscht zu sein. Ähnlich wie bei uns in Europa, ziehen sich die Eltern behinderter Kinder oft emotional zurück.Auch Dr. Ott, dessen Motto "Handeln ist besser als Reden" ist, ist in diesem Kreis starker, selbstbewusster Frauen herzlich willkommen, zumal bei dieser Aktion auch kaum Männer teilnehmen. Dazu kommt Dr. Otts intime Kenntnis der Insel seit 1969, also seit 40 Jahren.

Auf Einladung des Bischofs von Bali. Dr. Wayan Mastra, war er 1986 zum  ersten Mal offiziell Kirchengast, damals predigte der Bischof in der Haller Hauptkirche St. Michael und Dr. Ott übersetzte die Predigt. Nach einem Besuch in dessen Haller Praxis lud er ihn dann spontan für soziale Projekte nach Bali ein. Eine Arbeit als ausländischer Arzt erlaubte die indonesische Regierung nicht.

Viele Projekte auf Bali sind unterdessen verwirklicht worden, wenn auch der Schwerpunkt der Tätigkeit in Kenia und Tansania, im Tschad und in Marokko und Ägypten war.
Seit 10 Jahren ist der Arbeitschwerpunkt Südostasien, so bezog er in Kuta ein bescheidenes Gartenhäuschen, das vor kurzem leider einem Hotelbneubau weichen musste. Unweit der früheren Wohnung hat er binnen weniger Stunden durch viele hilfsbereite Menschen einen zweistöckigen Bungalow für wenig Geld zur Miete gefunden, von wo aus er seine Aktivitäten in Asien koordinieren kann.

Angesprochen auf die Tatsache, dass er sich unter diesen Menschen in dem feuchtheißen Klima so wohlfühlt kann er viele Beispiele von spontaner Hilfsbereitschaft erzählen, die es so bei uns nicht gäbe. Vor wenigen Tagen ist er, aus einem Interncafé kommend, fast von einem Mottarrad überfahren worden. Er blieb im Schock wie angewurzelt eingie Sekunden in der Mitte der Straße stehen. Ein fremder junger Mann kam zu ihm von der gegenüberligenden Straßenseite, schloss in ihn die Arme, bis der Schock überwunden war und verabschiedete sich dann mit Anmut und einer Geste des Bedauerns über den unvorsichtigen Landsmann.
Glausben Sie, frage er nach einer Pause, dass sich eine solche Geschichte auch in Deutschland hätte zutragen können?!

In welcher Weise kann die Arbeit von Dr. Ott unterstützt werden?
1. Sollten Sie in den nächsten acht Wochen planen nach Bali zu reisen, wären Kinderspielzeug und Plüschtiere sehr willkommen. Dr. Ott würde Sie persönlich vom Flughafen abholen und Sie könnten solange bei ihm wohnen, bis Sie eine passende Unterkunft gefunden haben.

2. Wenn Sie die Arbeit mit einer Spende unterstützten wollen, bitte über das Konto des
Evangelischen Kirchenbezirks Öhringen
Kontonr.: 3485
Sparkasse Hohenlohekreis
BLZ.: 622 515 50

mit der Bezeichnung: Straßenkinder auf Bali/Proj. Dr. Ott. Vorgefertigte Überweisungsträger liegen in beiden Hauptgeschäftsstellen der Sparkasse Hohenlohe in Öhringen und Künzelsau aus sowie in fast allen Zweigstellen. Bei Spenden über 100 €  erhalten Sie eine Spendenquittung, bei Spenden unter 100 € gilt die Einzahlungsquittung. Im Übrigen sind die aktuellen Projekte in Indien und Nepal, für die fünfstellige Eurosummen gebraucht werden, in der  Homepage der Cooperation im Internet zu finden unter:

www.stiftung-cooperation-international.de

 



Allen Großsponsoren aus der Industrie, besonders der Fam. Wuerth, aber auch allen ungenannten Spendern aus dem Raum Hohenlohe und Franken, die die Projekte mit großer Regelmäßigkeit seit mehr als 20 Jahren unterstützen, sei an dieser Stelle von Dr. Ott ein herzliches "Vergelt´s Gott" gesagt.

 

 

 

"Bleibe Deinem Nächsten keine Liebe schuldig, sonst bleibst Du ihm alles schuldig!"

 

 

 

Eine ungewöhnliche Religionsstunde erlebten am 31. 1. 2008 die Klassen 1K1 und WO. Zu Gast war Dr. Gerhard Ott aus Künzelsau, der seit 20 Jahren in verschiedenen Ländern Hilfsprojekte unterstützt. Sein Hauptwohnsitz liegt auf der Insel Bali, wo Dr. Ott in wenigen Tagen wieder hinfliegen wird. Das halbe Jahr ist er unterwegs und das andere halbe Jahr verbringt er in seinem Haus in Künzelsau, wo er, wie er selber sagt, sehr bescheiden lebt. Seine Motivation ist ein praktisches, tatkräftiges  Christentum, das der Hilfsbedürftigkeit von Menschen in Ländern wie Bangladesh, Indien, Vietnam und Afrika zugute kommen soll.

Dr. Ott war ehr angetan von dem aufmerksamen Zuhören der Schülerinnen und Schüler und deren interessiertes Nachfragen. Aus Schülermund war danach zu hören: Das war eine klasse Reli-Stunde! So etwas sollten wir öfters machen.

 

 

Ebenfalls zu Gast war Frau Schimanski vom SWR Heilbronn Frankenradio. Sie wird eine 3-minütige Sendung zusammenstellen, die demnächst ausgestrahlt wird auf SWR 4.

 

 

"Bleibe Deinem Nächsten keine Liebe schuldig, sonst bleibst Du ihm alles schuldig!" Dies ist Dr. Gerhard Ott’s Lebensmotto und es zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben.
Er bemüht sich, den ganzen Menschen zu sehen, ihn liebend anzunehmen und zu versuchen, ihn zu fördern und weiterzuentwickeln.
Dr. Ott will das Christentum mit seinem ganzen Sein predigen, ohne zu missionieren. Er erkennt und liebt Jesus in seinem Nächsten. Wie er sagt. "even in a dirty face". Das ist seine größte Gabe und Herausforderung. "Handeln und nicht nur reden". Demut und christliche Lebensführung sind für ihn der Weg, auf dem es sich weiterzuentwickeln gilt. Das Christentum soll am Leben, ohne große Worte, erkennbar sein.                                                                                                                                                        
Dem Kontinent Asien gilt Dr. Otts besondere Zuneigung. Seiner Meinung nach ergänzen sich Europa und Asien, sowohl geistig als auch wirtschaftlich, optimal. Als Kriegshalbwaise hat er als Lehr- und Ziehväterersatz Asiaten angenommen: Jesus, Buddha, Gandhi und Konfuzius, in absteigender Reihenfolge. Geprägt wurde er auch von Albert Schweitzer und Mahatma Gandhi. Dr. Ott hält sich an Mutter Teresas Spruch: "Im Dienste am Nächsten halte dich an die bescheidenen Werke, denn dieses will niemand anderes tun." So ist sein Motiv nie nur Abenteuerlust, sondern er regiert auf Einladungen. "Barfüßig", wie er sagt. Er ist immer in Augenhöhe mit seinem Nächsten, stets hat er ein offenes Ohr, Herz und auch Haus in Künzelsau. Dr. Ott will an möglichst vielen Stellen der Welt Zeichen der Hoffnung und der Mitmenschlichkeit aufrichten.

 

 

 

 

 Ein paar Daten und Fakten zu Dr. Gerhard Ott:

 

 

 

Ein „Urwalddoktor“ im Religionsunterricht

 

 

Dr. Gerhard Ott zu Gast in der Kaufmännischen Berufsschule Künzelsau

 

Auf Einladung von Pfarrer Dr. Armin Münch kam ein besonderer Gast in den ökumenischen Religionsunterricht der Klassen 2G1 und 2 I 1 an der Kaufmännischen Berufsschule Künzelsau. Dr. Gerhard Ott, frühpensionierter Arzt aus Künzelsau, berichtete aus seinem bewegten Leben. Schon in jungen Jahren war der gebürtige Künzelsauer fasziniert von fremden Ländern. Als Bordarzt eines Reiseunternehmens gelang es ihm, praktisch die ganze Welt kostenlos zu bereisen. Die Begegnung mit der unvorstellbaren Not in Indien bewog ihn dann, den Ärmsten dieser Welt direkt zu helfen.

Er war, nach seiner aktiven Zeit als Allgemeinarzt in Gschwend und Schwäbisch Hall in vielen Ländern der sogenannten Dritten Welt aktiv. In einem großen Bogen von Nordafrika über Südostasien bis Vietnam wirkte Dr. Ott in verschiedenen medizinischen Einrichtungen als Arzt und Gastprofessor. Dabei gab es denkwürdige Aufträge wie Philosophie, Ethik und Sexualkunde an einem katholischen Priesterseminar in Indien. Oder die Behandlung von Steinzeitmenschen in Kenia. Zuweilen mussten auch regelrechte Abenteuer bestanden werden. So war er der einzige Überlebende eines schrecklichen Verkehrsunfalls bei Nairobi. „Warum nehmen sie all diese Strapazen auf sich?“, fragte Jegor. „Wie finanzieren Sie Ihre Arbeit?“, fragte Melanie. Dr. Ott’s Antwort: Mein Motto ist: „Tue Gutes, und du wirst den Sinn deines Lebens erfahren.“

Swetlana meinte daraufhin spontan: „Ich werde ab jetzt meine Oma öfters besuchen und ihr geduldiger zuhören.“

 

Glaubhaft versicherte der Tropenarzt, der seit 25 Jahren während des Winters auf Bali lebt, daß er einen Großteil seines Vermögens in diese Arbeit einfließen lasse. Zudem lebe er sehr bescheiden, wähle nur die billigsten Reisemöglichkeiten und sei ständig um Spendengelder bemüht.

Die Reaktionen auf Dr. Ott’s Besuch im Religionsunterricht von Pfarrer Münch: „Dr. Ott ist cool!“. Oder: „So macht Reli wirklich Spaß!“

Nähere Informationen über Dr. Ott’s derzeitige Aktivitäten, zum Beispiel in Indien, Nepal und Indonesien, finden Sie unter

 

www.stiftung-cooperation-international.de.

 

 

Falls Sie diese Arbeit unterstützen wollen: Spenden sind willkommen auf dem Konto der Evangelischen Bezirkskirchenpflege Öhringen, Kontonummer 3485, Sparkasse Hohenlohekreis (BLZ.: 622 515 50), Stichwort „Projekt Dr. Ott“.

 

 

Dr. Armin Münch

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